Kategorie-Archiv: Buchvorstellungen

Requirements Engineering – a good practice guide


Kurzbewertung:
ISBN: 978-0471974444

Im Zuge meiner Recherchen bin ich heute auf einen Schatz der Requirements Engineering Literatur gestoßen. Ian Sommerville und Pete Sawyer trugen 1997 auf knapp 390 Seiten in einem “good practice guide” die ihrer Meinung nach wichtigsten Praktiken rund um das Thema Anforderungen zusammen. Ich meine, der Großteil des Buches ist aktueller denn je!

Inhalt

Nach Kapitel 1 (Einführung) gehen die Autoren direkt auf die praktische Prozessverbesserung ein. Dazu wird gezeigt wie der Reifegrad der Prozesses gemessen werden kann und welche die Top 10 Guidelines sind. Von Kapitel 3 bis 10 werden die insgesamt 66 Guidelines untergliedert in:

(3) Das Anforderungsdokument
(4) Anforderungsaufnahme
(5) Anforderungsanalyse und -verhandlung
(6) Anforderungen beschreiben
(7) System Modellierung
(8) Anforderungsüberprüfung
(9) Anforderungs-Management
(10) Anforderungs-Management für kritische Systeme
näher erläutert.
Kapitel 11 gibt einen Überblick über Modellierung mit strukturierten Methoden. Die Vor- und Nachteile einer formalen Spezifikation werden in Kapitel 12 näher betrachtet. Abschließend wird in Kapitel 13 auf verschiedene Sichtweisen (Viewpoints) von Anforderungen eingegangen.

Stil


Das Buch ist in allen Belangen extrem praxisnah. Sehr viele Stichpunkte, übersichtliche Struktur und viele Zusammenfassungen machen es geradezu spielerisch möglich, sich einen bestimmten Aspekt des Buches heraus zu greifen und innerhalb weniger Minuten zu durchschauen. Die englische Sprache ist dabei kein Hindernis – alles ist recht einfach formuliert. Eine deutsche Übersetzung habe ich nicht gefunden. Die einzelnen Guidelines sind immer gleich aufgebaut: erst kommt eine Zusammenfassung in Tabellenform, in der Name, Hauptnutzen, eine Einschätzung des Aufwands zur Einführung und der zu erwartenden Kosten sowie der Guideline-Typ (Basic, Intermediate, Advanced) aufgeführt sind. Dann wird etwas detaillierter erläutert, welche Vorteile die Guideline mit sich bringt, wie sie implementiert werden kann und was bei der Umsetzung für Aufwände und Probleme zu erwarten sind.

Fazit


Auch wenn das Buch für Software-Entwickler geschrieben wurde und die Erstauflage bereits 15 Jahre in der Vergangenheit liegt, kann dieses Buch ohne Einschränkung auch an jeden Maschinenbauer empfohlen werden, der sich mit dem Management von Anforderungen auseinander setzen muss. Lediglich die beschriebenen Modelle und strukturierten/formalen Methoden sind etwas in die Jahre gekommen. Wer ein günstiges Second-Hand Exemplar erwerben kann, wird den Kauf keinesfalls bereuen! Die knapp 80 EUR Neupreis sind allerdings doch etwas happig.

Projektmanagement für technische Projekte


Kurzbewertung:
ISBN: 978-3-8348-0724-3

Wer ab und an im Fachmagazin der GPM (PM aktuell) blättert , der findet diese tollen Checklisten zum Heraustrennen und Sammeln. Der inhaltliche Ursprung lässt sich in dem Werk von Roland Felkai und Arndt Beiderwieden “Projektmanagement für technische Projekte – Ein prozessorientierter Leitfaden für die Praxis” finden. Im Vorwort heißt es: “Das Buch wendet sich an alle Führungskräfte und Projektmitarbeiter in technischen Projekten, insbesondere an Ingenieure. Es dient ebenso der beruflichen Vorbereitung für Studenten der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften sowie für Studenten der Physik.”


Inhalt


Das reichlich 300 Seiten starke Werk ist in zwei Hauptteile gegliedert: Teil 1 – Schritt für Schritt durch das Projekt und Teil 2 – Unterstützende Management-Techniken. Im ersten Hauptteil gehen die Autoren zunächst auf den Begriff “Projekt” ein. Die zuletzt heiß geführte Diskussion über die Begriffsdefinition von “Projekt” wird hier, ausgehend von der Def. der DIN, auf 11 spezifische Projektmerkmale kondensiert. Weiter geht es mit der Beschreibung von Projektphasen – vom allgemeinen Phasenmodell nach DIN zu Projektphasen technischer Projekte, inklusive der zu erwartenden Ergebnisse. (z.B. nach der Angebotsphase sollte eine detaillierte Durchführbarkeitsanalyse fertiggestellt worden sein). Nach der Beleuchtung der Projektphasen gehen die Autoren näher auf die Prozesse ein, sowohl nach DIN als auch nach PRINCE2. Interessant sind auch die Ausführungen zur Installation eines Berichtswesens (Protokolle, Berichte), insbesondere die Einführung von Aktionslisten (jedes Todo erhält eine laufende Nummer) und das entsprechende Dokumentationssystem. Am Ende jedes Kapitels wird das behandelte Wissensgebiet anhand des fiktiven Projekts “NAFAB” erläutert. Einige Leser werden dieses Exerzieren am Beispielprojekt sicher hilfreich finden, andere werden sich daran nicht lange aufhalten und schnell eine Seite weiter blättern.

Das zweite Kapitel trägt die Überschrift “Analysieren und Formulieren von Projektzielen”. Unter anderem wird hier auf den Unterschied zw. Lasten- und Pflichtenheft sowie den angelsächsischen Begriffen “specification” (technische Anforderungen) und “statement of work” (Leistungsbeschreibung) eingegangen. Sehr interessant sind die Ebenen der technischen Anforderungen (Systemanforderungen, Subsystem~, Geräte~, Komponenten~, Einzelteil~, Schnittstellen~), untersetzt mit einem Beispiel-Katalog (S.55 ff).
Kapitel 3 (“Analysieren der Durchführbarkeit”) beschreibt vier Teilanalysen (1) technisch im vorgegebenen Zeitrahmen machbar (2) rentabel und finanzierbar (3) Risiken und Chancen und (4) Interessen von Stakeholdern. Ein kurzer BWL-Exkurs erklärt Rentabilität, Liquidität, ROI und Liqui-Plan. Es folgt eine genaue Beschreibung von Risikoarten (technische Risiken, Lagerung & Transport, Planungsrisiken, Vertragliche ~, Kaufmännische ~, Personelle ~, Politik und Umwelt ~).
Kapitel 4 (Bilden eines Teams) empfiehlt eine Trennung zwischen Angebotsteam und Projektteam. Die Projektrollen sind sehr differenziert, es fehlt allerdings das PMO. Kapitel 5 (Erstellen eines Angebots) erläutert die Definition und den Aufbau eines Angebots. Hier ist der Leser ganz klar in der Welt eines Konzerns angelangt, da im KMU-Bereich selten derart detaillierte Angebotsunterlagen erstellt werden. Dennoch werden wichtige Themen wie Berichtswesen, Dokumentenmanagement, QM, Konfigurationsmanagement, Änderungs~ und Nachforderungsmanagement (Claims-Management) erörtert.
Die weiteren Kapitel “Entwickeln eines technischen Lösungskonzepts” (6), “Erstellen eines Entwicklungskonzepts” (7), “Erstellen eines Verifikationskonzepts” (8), “Planen des gesamten Projekts” (9), “Verhandeln und Abschließen des Vertrags” (10), “Managen der Realisierung” (11) und “Abschließen des Projekts” (12) enthalten viel Grundlagen- und Methodenwissen zu den entsprechenden Themen. Mein Lieblings-Zitat lautet: “Das Projektmanagement sollte die Projektplanung niemals am grünen Tisch entwickeln, sondern stets die betreffenden Projektmitarbeiter in Planungsentscheidungen einbeziehen.” (S. 189)

Teil 2 des Buchs gibt noch ein paar (mehr oder weniger nutzbare) Extrakte aus diversen Management-Ratgebern (Leiten von Besprechungen, Führen und Motivieren von Mitarbeitern sowie Informieren und Überzeugen durch Präsentationen)

Stil


Das Buch ist einfach lesbar und für Praktiker gedacht. Fußnoten und Quellenverweise werden auf das aller nötigste beschränkt. Am Ende jeden Kapitels werden praktische Werkzeuge und Checklisten im Stil von Kopiervorlagen dargestellt – wer schnell ein paar Anregungen zu einem bestimmten Gebiet sucht, ist hier genau richtig. Durch die sehr gute Strukturierung findet man sich jederzeit im Buch zurecht.

Fazit


Projektmanagement für technische Projekte” ist tatsächlich ein Leitfaden für die Praxis und bringt durch die knackigen Zusammenfassungen am Ende jeden Kapitels schnell Mehrwert. Je kleiner jedoch die Projekte und Organisation des Lesers, desto weniger relevant werden einige Inhalte des Buches sein. Der mittelständige Projektleiter wird daher viele Werkzeuge als unnötig und über-bürokratisch empfinden – einige Passagen sind nur auf Konzern-Ebene wirklich zu gebrauchen.
Für alle Fans von Checklisten ist dieses Buch aus den o.g. Gründen besonders empfehlenswert. Einige der Checklisten sind allerdings nur bedingt hilfreich, wenn z.B. Fragen wie “Sind alle übergreifenden Projektziele erfasst?” oder “Liegen alle Anforderungen hinsichtlich… vor?” oder “Ist Risiko XYZ begrenzt?” enthalten sind. Was, wenn eine Anforderung vergessen wurde? Wie sicher ist sicher? Wie ist ein Risiko begrenzbar?

Unter dem Strich ist das Buch sein Geld auf jeden Fall wert und kann sowohl Anfängern als auch Profis empfohlen werden! Ein Hoch auf die Check-Listen!

Einführung von Projektmanagement-Standards im Maschinenbau


Kurzbewertung:

ISBN: 978-3-8428-5492-5

Mit dem Untertitel “Individuelle Anpassung für die werkstofftechnische Forschung und Materialprüfung” gibt die Autorin Elena Maja Slomski bereits einen einschränkenden Ausblick auf den Inhalt des Werkes. Zitat: “Ziel des vorliegenden Buches ist die Darstellung eines strukturierten Vorgehens zur mitarbeiterfreundlichen und nachhaltigen Einführung von Projektmanagement in eine Organisationseinheit im Maschinenbau.

Zum Inhalt


Die etwas über 100 Seiten Inhalt sind verständlich strukturiert. Nach der Einleitung (1) werden im Kapitel 2 (Grundlagen) werden zunächst Begriffsdefinitionen nach PMBOK (PMI Standard) sowie nach DIN 69901 aufgeführt. Weiterhin geht die Autorin näher auf Organisationsformen wie “Reine Projektorganisation”, “Matrix-Projektorganisation”, “Projekt-Koordination” sowie “Stab-Projektorganisation” ein, wobei sich der interessierte Leser hier etwas länger aufhält aufgrund der etwas unklaren Darstellung. Im Anschluss werden Projektrollen (Auftraggeber, Steuerungsausschuss, Projektleiter, Projektmitarbeiter) näher beleuchtet. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit der Thematik “Multiprojektmanagement” (2.2) und “Change Management” (2.3). Interessant ist der Abschnitt zur Diagnose von PM-Methoden (PM-Scan bei Siemens, PM-Assesment der GPM, PM-Assesment, PM-Audit, PM-Review) sowie die Betrachtung des Wissensbereich “Konfliktmanagement”.
Kapitel 3 (“Methoden des Operativen Projektmanagements”) beschreibt neben den Projektphasen (Konzept, Spezifikation, Realisierung, Implementierung und Projektabschluss) auch die zugehörigen Prozesse im Projektlebenszyklus (nach PMBOK). Aufbauend darauf wird auf Netzplanung und Darstellung in Balkendiagrammen eingegangen sowie einige simple Tools zur Kostenplanung, Kapazitätsplanung, Personalplanung und Leistungskontrolle. Ebenfalls eine gute Zusammenfassung bietet das Kapitel “Abschlussprozesse und Wissensmanagement” (3.3.4).
Ab Kapitel 4 dokumentiert die Autorin ihre Erfahrungen und Vorgehensweisen bei der “Einführung von PM-Standards im Kompetenzbereich Oberflächentechnik”. Die Ausführungen hierbei sind sehr stark auf die genannte Abteilung und das Einführungsprojekt als solches bezogen und geben daher nur wenig allgemeingültige Informationen. Gleiches gilt für Kapitel 5 (“Projektabschluss und Zusammenfassung”).

Stil


Der Stil entspricht dem einer wissenschaftlichen Arbeit (Bachelor, Diplom). Sie ist klar strukturiert, verständlich formuliert und aufgrund des Formats (etwas kleiner als A4) sehr gut lesbar. Einige Grafiken (z.B. Balkendiagramm, Netzplandiagramm) sind allerdings kaum leserlich, was jedoch für den Inhalt der Arbeit nicht relevant ist.

Fazit


Leider verspricht der Titel einmal wieder mehr, als der Inhalt letzten Endes halten kann. Mit klassischem Maschinenbau hat das Werk relativ wenig zu tun und ist daher für die Zielgruppe dieses Blogs nicht empfehlenswert. Der allgemeine Teil ist gut strukturiert und anschaulich beschrieben. Der Preis von knapp 50,- EUR erscheint allerdings zu hoch angesetzt.

Projektteamkultur im Projektmanagement – Fallbeispiele im internationalen Anlagenbau


Kurzbewertung:
ISBN: 978-3-639-29291-6

Markus Ahorner beschäftigt sich in dieser Arbeit mit der Hypothese: “Ein erfolgreiches Projektmanagement im internationalen Anlagenbau setzt eine konflikt- und konsensfähige Projektteamkultur voraus.”

Zum Inhalt


Leider ist der Titel etwas irreführend, denn unter dem Begriff “internationaler Anlagenbau” versteht der Autor den Bau von Gebäuden – später wird auch der Begriff “Immobilienprojekt” eingeführt. Dennoch verspricht die Überschrift einen aus PM-Sicht interessanten Inhalt – nämlich eine Abhandlung zum Thema Projektteamkultur.
Zunächst erfolgen einige Begriffserklärungen (Projekt, Management, Projektmanagement, Kultur, Team usw… Danach geht der Autor auf den Projektmanagementprozess ein und erläutert am allseits beliebten magischen Dreieck den Begriff Projekterfolg. Ab Punkt 4 (Definition internationaler Anlagenbau) wird klar, mit welcher Branche sich das Buch beschäftigt: “Der Anlagenbau als Wirtschaftszweig der Investitionsgüterindustrie, besteht aus der Kombination von einzelnen, in ihrer Funktion meist selbstständigen Elementen baulicher Natur wie Stahlgerüste, Ziegelbauwerken aber auch Stahlbetonbauten sowie deren technischen Ausrüstung wie Maschinen, Apparaten, elektrischen Antrieben, Steuerungen die in Ihrem Zusammenwirken einen bestimmten Dienstleistungs-, Produktions- oder Arbeitsprozess bewirken”. [???]
Im Anschluss wird auf spezielle Risiken eingegangen (geographische, politische, wirtschaftliche, technologische, soziokulturelle, rechtliche Risiken) sowie auf verschiedene Vertrags- und Unternehmensformen eingegangen.
Im Punkt 5 findet der Leser Erläuterungen zum Thema Projektteamkultur (u.a. sehr allgemeine Begriffsdefinitionen zu Kultur, Unternehmenskultur, Werte, Normen,…), zur Rolle des Projektleiters und zur interkulturellen Zusammenarbeit (Kommunikation). Abgerundet wird die Arbeit im Punkt 6 mit einigen Fallbeispielen sowie Schlussfolgerungen des Autors, welche sich auf die Ergebnisse einer Befragung in Form von Experteninterviews stützen.

Stil


Der Stil der Arbeit ist angelehnt an den, einer wissenschaftlichen Arbeit. Unfreiwillig komisch wirkt dabei die etwas übertriebene geschlechtsneutrale Ausdrucksweise, welche sich durch das gesamte Werk zieht. (Bsp. S.56 “Die interne Umwelt stellt für das Management und die Mitarbeiter, die Mitarbeiterinnen den Rahmen dar, in welchem aktiv an der Gestaltung des Unternehmens gearbeitet werden kann. D.h. sich und die eigene Leistung so zu positionieren, dass eine Abgrenzung zum Mitbewerb, Mitbewerberin erfolgt und für die vorgenannte positive Erfahrung bei Ihren Auftraggebern, Auftraggeberinnen sort.” oder S.99 “Die Projektleitung wollte keine Signale abgeben, die seitens der Anrainer und Anrainerinnen als positive Erledigung ihrer Anliegen interpretiert werden konnten und sah auch keine Notwendigkeit in der Betreuung der Anrainer und Anrainerin”.

Fazit


Aktuell scheint der Preis bei Amazon auf 59,- EUR geklettert zu sein, was nicht einmal ansatzweise gerechtfertigt ist! Das Werk vermittelt quasi Null Erkenntnisgewinn. Einzig die 9 Seiten Schlussfolgerungen am Ende könnten (zusammengeschrumpft auf 4 Seiten) für einen Artikel in einem PM-Magazin in der Rubrik “Allgemeines” herhalten.

Der Termin

Kurzbewertung: 4 Sterne ISBN: 978-3446414396

Das Buch passt eigentlich nicht zum Thema Projektmanagement im Maschinen- und Anlagenbau (daher kommt es auch nicht in die Literaturliste), aber wem die graue Theorie etwas zu grau ist und wer gerne etwas Abwechslung möchte, dem ist dieser Roman durchaus ans Herz zu legen. Der Termin, dessen Autor Tom DeMarco vor allem für eingängige Literatur im Bereich Risiko-Management und Software-Entwicklung Bekanntheit erlangte, ist meines Wissens der einzige Roman über Projektmanagement.

Zum Inhalt


Die Hauptfigur Mr. Tompkins wird in Agentenmanier aus seiner Heimat (USA) und seinem langweiligen Job (Projektleiter) in den unbekannten Zwergenstaat Morovien entführt. Dort soll er als Chef einer Heerschar von gut ausgebildeten Programmierern, Softwareprojekte umsetzen. Neben dem Aufbau einer geeigneten zweiten Führungsebene muss er in erster Linie gegen die unrealistischen Ziele des bösen “Staatsoberhaupts” ankämpfen. Motivation und Teamgeist sind seine Maxime für gutes Management, “alles andere sind Administrivialitäten” (schönes Wort!). Am Ende jeden Kapitels fasst Tompkins seine Erkenntnisse in kurze, knackige Tagebucheinträge zusammen.

Stil


Das Buch hat nichts gemein mit den aus Fachbüchern bekannten, verstaubten Formulierungen zum Thema Projektmanagement. Die Story ist sehr simpel und der pädagogisch wertvolle Part ist klar vom Roman-Teil getrennt. Echte Spannung kommt während des Lesens allerdings nicht auf.

Fazit


Wer sich von “Der Termin” große Erkenntnisse erwartet, wird am Ende enttäuscht sein. Dennoch ist das Buch für Projektmanagement-Fortgeschrittene gleichermaßen unterhaltsam/amüsant wie für Neulinge auf dem Gebiet. Wer sich als Profi unterfordert fühlt kann sich damit beruhigen, dass das Lesen höchstens 2-3 Strand-Tage im Urlaub in Anspruch nehmen sollte. Für mich persönlich hat sich das Buch schon für die Erweiterung meines Wortschatzes um den Begriff “Administrivialitäten” gelohnt.

Bei Amazon gibt es derzeit weit über 100 Rezensionen zum Buch, wobei alle Bewertungen von einem Stern bis fünf Sterne vertreten sind. Ich belasse es daher bei dieser Ultra-Kurzvorstellung und empfehle das Buch vor allem Projektmitarbeitern im Softwareentwicklungs-Umfeld.

P.S.: “Der Termin” ist auch als akustische Autobahnlektüre (Hörbuch) verfügbar: